Jedes Kompetenzmodell wird mit einer Absicht/ einem gedanklichen Ziel entwickelt. Grundsätze helfen dabei, diese Absichten festzuhalten und als Art „Leitplanken“ weiterzuschreiben. In diesem speziellen Fall, der Kompetenzmodellierung in der Personalentwicklung, ist dies umso wichtiger, da hier ein sehr wichtiges und sensibles Thema behandelt wird: die Kompetenzen der Mitarbeiter in einem Unternehmen. Genau aus diesem Grund werden die Grundsätze schon zu Beginn in der DIN-PAS zur Kompetenzmodellierung beschrieben:
Grundsatz 1: Kompetenzen sind immer ein Konstrukt.
Grundsatz 2: Kompetenzen sind nicht mit Qualifikationen, Verhalten oder Performance gleichzusetzen.
Grundsatz 3: Kompetenzen sind nicht direkte erfassbar, sondern lassen sich nur indirekt durch die Erfassung von Verhaltensweisen in einer definierten Situation erschließen.
Grundsatz 4: Kompetenzen sind auch nicht direkt messbar, sondern nur indirekt durch die Erfassung von Verhalten in einer definierten Situation messbar.
Grundsatz 5: Kompetenzen können situationsunabhängig konstruiert werden, zeigen sich aber immer situationsabhängig.
Grundsatz 6: Kompetenzen können in der Personalentwicklung individuell, in Gruppen und organisationsweit durch Entwicklungsmaßnahmen aufgebaut und verbessert werden.
Grundsatz 7: Kompetenzmodellierung in der Personalentwicklung muss sowohl das Individuum als auch die Gesamtorganisation unterstützen.
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