Sammeln Sie am besten eigene Erfahrungen mit Ihrem ersten eigenen Beispiel in Wink. Sie können entweder mit dem hier dargestellten Beispiel arbeiten, oder auch einfach mit einer eigenen Idee experimentieren. Beachten sollten Sie zunächst jedoch, dass Sie erst einmal nicht mehr als 5 Arbeitsschritte aufzeichnen. Bleiben Sie also für die ersten Versuche bei etwas Kleinem und Überschaubarem.
Lernziel:
Die Lerner sollen in der Lage sein, mit Windows Paint ein Viereck zu zeichnen und dessen Farbe zu ändern.
Die Lerner sollen erkennen, dass die Erstellung eines Vierecks ein gutes Beispiel für alle anderen vorhandenen Formen war und können sich die Arbeit mit weiteren Formen selbst erschließen.
Um dies zu erreichen, sind folgende Schritte notwendig:
Starten Sie für die Aufnahme nun sowohl Wink, als auch Paint. Wechseln Sie in das Paint-Fenster und verkleinern Sie es auf ca. 1/3 der Bildschirmfläche. Legen Sie in Wink nun über „Datei -> Neu“ ein neues Projekt an. Schon erscheint Ihr Aufzeichnungsmodus-Fenster.
Das Beispiel erstellen:
Die Option „Screenshots erstellen“ ist schon voreingestellt. Hierdurch wird bei jedem neuen Projekt sofort mit der Erstellung von Screenshots begonnen. Wenn Sie mit leeren Projekten starten möchten, entfernen Sie hier einfach den Haken.
Möchten Sie Audio mit aufzeichnen, setzen Sie bei „Audio aufzeichnen“ einen Haken und wählen dann das entsprechende Aufnahmegerät.
Wählen Sie „Wink Fenster verstecken“ an, wenn Sie während der Aufnahme das Wink-Fenster selbst verstecken möchten. Dies kann sehr hilfreich sein.
Die folgende Auswahlliste, in der schon „Fenster“ voreingestellt ist, bezieht sich auf die Aufnahmefläche selbst. Hier kann ein Aufnahmebereich von nur einem Fenster, über bestimmte Bildschirmbereiche (Angabe in Pixeln) bis hin zum gesamten Bildschirm eingestellt werden. Empfehlenswert ist jedoch erst einmal, dass Sie nur die Option „Fenster“ verwenden. Dies hilft Ihnen und Ihren Lernern bei der Orientierung. Klicken Sie nun auf „Wählen“ und wählen dort das entsprechende Fenster (in unserem Beispiel Paint) mit einem Klick darauf aus. Wink markiert das Fenster nun mit grünen Ecken und übernimmt die Koordinaten im Aufzeichnungsmodus-Fenster in „Bereich“
Falls Sie eine zeitgesteuerte Aufnahme erstellen möchten, können Sie unter „Screenshot Zeitintervall“ die Anzahl an Frames einstellen, die innerhalb einer bestimmten Zeiteinheit gemacht werden soll.
Möchten Sie die einzelnen Screenshots lieber eingabegesteuert erstellen (was der Normalfall ist), können Sie dies unter „Screenshot erstellen bei“ einstellen. Sie können sowohl einen Mausklick, einen Tastendruck oder beides einen Screenshot auslösen lassen. Empfehlenswert ist hier, dass an beiden Stellen ein Haken steht, also beides zugelassen ist.
Mit einem Klick auf „OK“ gelangen Sie weiter und folgendes Fenster zur Aufnahmesteuerung wird angezeigt:
Prägen Sie sich die verschiedenen HotKeys ein, da Sie mit diesen Ihre Aufnahme steuern. Alternativ befindet sich während der Aufzeichnung unten rechts in der Symbolleiste ein kleines Wink-Symbol, mit dem Sie durch Klick mit der rechten Maustaste ebenfalls die Aufnahme starten und beenden können. Klicken Sie nun auf „Minimieren“, um das aktuelle Wink-Fenster zu verstecken. Wechseln Sie zu Paint und drücken die Tastenkombination [Alt]+[Pause], um die Aufzeichnung zu starten.
Führen Sie nun die vorher strukturierten Arbeitsschritte in Paint durch:
Das Beispiel ansehen:
Den ersten Teil zur Erstellung einer Lernsequenz haben Sie nun schon geschafft. Ihr Rohmaterial ist vorhanden. Um sich Ihre Sequenz anzusehen, sind nur noch drei Schritte notwendig. Diese finden Sie alle in der oberen Menüleiste unter „Projekte“.
Zunächst müssen Sie die Farbpalette bearbeiten. Klicken Sie um Untermenü nun auf den entsprechenden Punkt. Klicken Sie im nun neu erscheinenden Fenster "Farbpalette bearbeiten" auf "Neu erstellen".
In dem jetzt sichtbaren Fenster „Neue Farbpalette erstellen“ stehen Ihnen mehrere Möglichkeiten zur Verfügung. Die ideale Methode wäre die web-sichere Variante 216. Mit dieser ist sichergestellt, dass alle Farben bei Ihren Lernern im Browser auch so dargestellt werden, wie Sie es festgelegt haben. Die Farben neuerer Software sind hiermit jedoch nur mit Fehlfarben darstellbar. Die voreingestellte Option „Histogramme + Optimierte Octree“ hingeben prüft Ihre Frames und stellt daraus eine optimierte Farbpalette zusammen. Wenn Sie diese Option anwählen, stehen Ihnen alle notwendigen Farben zur Verfügung. In Ausnahmefällen kann es jedoch immer sein, dass die Farben auf einem älteren Computer oder ungewöhnlichen Modell etwas seltsam aussehen.
Wählen Sie also einfach die von Ihnen gewünschte Einstellung und klicken dann hier und im Fenster „Farbpalette bearbeiten“ jeweils auf „OK“.
Wählen Sie nun im Menüpunkt „Projekt“ den Punkt „Einstellungen“.
Wählen Sie nun im Menüpunkt "Projekt" den Punkt "Einstellungen".
Hier legen Sie unter „Output Dateiname“ den Dateinamen Ihrer fertigen Lernsequenz fest. Beachten Sie, dass es sich hierbei nicht Ihre editierbare Wink-Datei, sondern das spätere Ergebnis handelt. Ihre Rohdaten sollten Sie also ebenfalls immer abspeichern, damit Sie daran auch weiterhin Änderungen vornehmen können.
Als nächstes müssen Sie den Dateityp auswählen. Mit Flash erstellen Sie eine webfähige Variante Ihrer Lernsequenz. Mit einer ausführbaren exe-Datei haben Sie die Möglichkeit, Ihre Lernsequenz lokal (z.B. auf CD o.Ä.) abzuspeichern und ohne Webbrowser abzuspielen. Zu empfehlen ist die Variante Flash, da sie meist am flexibelsten einsetzbar und auch lokal abspielbar ist, wenn ein Webbrowser vorhanden ist.
Bei den weiteren Optionen sollten Sie Ihre eigene Farbpalette verwenden, damit Sie kleine Dateien erhalten. Fügen Sie auf der rechten Seite zur Sicherheit einen Preloader hinzu, da Ihre Lerner sonst bei längeren Ladezeiten im Web ungeduldig werden könnten. Für die erste Demonstration können Sie auch auf der rechten Seite die Steuerleiste zum Flash-Export hinzufügen. Diese wird dann später, wie bei Filmsequenzen, unterhalb Ihrer Inhalte eingeblendet. Die voreingestellte Frame Frequenz ist hier mit 20 in Ordnung und muss nicht verändert werden.
Ein sehr wichtiger Punkt ist in diesem Fenster noch die Cursorbewegung. Durch sie wird die Geschwindigkeit bestimmt, mit der in der späteren Präsentation der Cursor entweder über den Bildschirm flitzt, oder kriecht, um Ihre Maus-Aktivitäten nachzuahmen. Starten Sie am besten ein paar Geschwindigkeits-Versuche mit Ihrer Lernsequenz und finden Sie so die für Sie passende Cursor-Geschwindigkeit. Beenden Sie Ihre Einstellungen mit einem Klick auf „OK“.
Der letzte notwendige Punkt ist das „Rendern“. Wählen Sie hierfür unter dem Menüpunkt „Projekt“ den entsprechenden Unterpunkt aus. Warten Sie nun, bis Wink mit dem Aufarbeiten der Inhalte fertig ist. Wählen Sie jetzt noch unter dem Menüpunkt „Projekt“ „Gerenderte Datei ansehen“ aus. Nun wird Ihr Standardbrowser gestartet und Sie können sich Ihre erste eigene Lernsequenz ansehen.
Das Beispiel editieren: Hat es Ihnen soweit gefallen? Bis jetzt funktioniert alles wie es soll, aber irgendwie scheint das Ganze noch nicht so wirklich „rund“ zu sein. Im Grunde sehen Sie nur den Cursor, wie er kommentarlos über den Bildschirm wandert und irgendwann fertig ist. Hier muss nun nachbearbeitet und die Lernsequenz mit erklärenden Inhalten angereichert werden. Im Folgenden werden Sie nun lernen, wie Sie jeden einzelnen Arbeitsschritt mit einer Erklärung versehen und die Lernsequenz mit Buttons zur Vor- und Zurück-Navigation so aufwerten, dass Ihre Lerner mehr Kontrolle über das gesamte Geschehen bekommen. Wählen Sie hierfür in Ihrem aktuellen Projekt den ersten Frame aus. Sie sehen nun die Rohdaten Ihrer Aufzeichnung.
Auf der linken Seite sehen Sie eine schraffierte Fläche über dem Viereck-Symbol. Die ist das Ziel, welches der Mauszeiger in der gerenderten Präsentation ansteuert. Sobald Sie es verschieben, ändert der Mauszeiger später seinen Weg.
Klicken Sie nun rechts in der Werkzeugleiste auf das Symbol der abc-Sprechblase. Dies ist das Werkzeug für Textformen. Hiermit können Sie jedem Frame eine Erklärung hinzufügen. Nach dem Anklicken erscheint eine Textform, die Sie nun beliebig editieren können.
Wenn Sie unter „Bearbeiten“ den Rahmen um die Form vergrößern oder verkleinern, können Sie die Form Ihren individuellen Bedürfnissen anpassen. Über die Symbolleiste oberhalb können Sie die Schriftgröße, Form und Farbe bestimmen. Mit dem Diskettensymbol speichern Sie beim Abschließen des Editormodus Ihre Eingaben. Mit dem X-Symbol brechen Sie Ihre Eingaben ohne speichern ab.
Gehen Sie nun nacheinander jeden Frame durch und erklären Ihren Lernen mit Hilfe dieser Textformen, was sie als nächstes tun sollen.
Für den ersten Frame können Sie beispielsweise „Wählen Sie in der Werkzeugleiste links das Symbol für ein Viereck aus“ schreiben.
Nun wissen Ihre Lerner genau, was zu tun ist. Offen bleibt für Ihre Lerner nun noch die Frage, „wo“ die angegebenen Sachen erledigt werden. Um es genauer zu sagen, da die Textbox einen Pfeil besitzt, erwarten die Lerner etwas unterhalb der Textbox. Dies ist aber natürlich in diesem Fall die falsche Ecke. Die Richtung des Pfeils kann man ändern, indem man rechts in der Autorenwerkzeugleiste unter „Eigenschaften“ auf das Symbol der Textbox klickt. Hier erscheint nun ein Auswahlfenster, in dem Sie unterschiedliche Arten von Textboxen sowie verschiedene Richtungen für den Pfeil auswählen können.
Es lohnt sich, hier ein Wenig herum zu experimentieren; Sie werden interessante Textboxen finden.
Gehen Sie nun nach und nach jeden Frame durch und geben jeweils eine kurze Erklärung, was als nächstes zu tun ist. Wenn Sie ihr Projekt nun noch einmal rendern und danach ansehen, haben Sie bereits die Erklärungen mit auf dem Bildschirm.
Störend ist jetzt nur noch, dass die Präsentation ohne Ihr aktives Zutun einfach bis zum Ende durchläuft. Um dies nutzerfreundlicher zu gestalten, benötigen Sie jetzt noch auf jedem Frame Interaktionen, mit denen die Lerner jeweils vor und zurück springen können.
Gehen Sie dafür wieder auf den ersten Frame Ihrer Lernsequenz und wählen in den Autorenwerkzeugen zunächst das Symbol für den nächsten Frame (den Pfeil nach rechts). In der Bildschirmmitte erscheint nun ein grüner Pfeil nach rechts. Platzieren Sie diesen nun an einer sinnvollen Stelle (z.B. unten rechts). Kopieren Sie den Pfeil nun mit der Tastenkombination [Strg]+[C], fügen ihn auf jedem Frame mit [Strg]+[V] wieder ein und platzieren ihn an der gleichen Stelle wie auf dem ersten Frame. Auf der letzten Seite fügen Sie den Pfeil natürlich nicht ein, da es hier ja nicht mehr weiter geht. Hier fügen Sie nun einen Pfeil für „zurück“ ein und wiederholen die eben durchgeführte Prozedur nun wieder auf jedem Frame (bis auf die erste Seite).
Nun haben Sie Ihre Präsentation ein Wenig interaktiver gestaltet. Rendern Sie Ihr Projekt jetzt nochmals und sehen es sich dann an. Nun läuft die Präsentation nicht mehr automatisch durch, sondern Sie müssen immer auf den „Weiter-Button“ klicken, um auf die nächste Seite zu gelangen.
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